Stromkosten berechnen — Ihre Rechnung aufgeschlüsselt

Finden Sie heraus, was Sie wirklich pro Kilowattstunde zahlen. Wählen Sie Ihr Land, und dieser Rechner baut Ihre Rechnung Position für Position auf — Energie, Netzentgelt, Stromsteuer und Mehrwertsteuer — nach den Regeln, die bei Ihnen tatsächlich gelten.

Jedes Feld ist mit einem typischen Wert für 2026 für das gewählte Land vorbelegt — überschreiben Sie die Zahlen mit den Werten Ihrer eigenen Rechnung, wenn Sie ein exaktes Ergebnis wollen.

So verwenden Sie diesen Rechner

  1. Wählen Sie Ihr Land. Das Formular lädt die Steuersätze, Netzentgelte und typischen Preise 2026 für dieses Land.
  2. Geben Sie Ihren Monatsverbrauch in kWh ein — er steht auf jeder Rechnung.
  3. Ersetzen Sie jeden vorbelegten Wert durch die exakte Zahl von Ihrer Rechnung (Arbeitspreis Ihres Versorgers, Netzentgelt Ihres Netzbetreibers, Ihr Grundpreis).
  4. Klicken Sie auf Rechnung aufschlüsseln und sehen Sie jede Position, die Summe und — die Zahl, auf die es ankommt — Ihren echten Preis pro kWh.

Drei Länder, drei völlig verschiedene Rechnungen

Dieser Rechner bedient den gesamten deutschsprachigen Raum, und die drei Märkte funktionieren grundlegend unterschiedlich. Verwenden Sie nicht die deutschen Werte für eine österreichische oder Schweizer Rechnung.

DeutschlandÖsterreichSchweiz
EnergiesteuerStromsteuer 2,05 ct/kWhElektrizitätsabgabe ca. 0,1 ct/kWh (Haushalte, 2026)Netzzuschlag (KEV) 2,3 Rp./kWh
Umsatzsteuer19 %20 %8,1 %
Marktzugangvoll liberalisiertvoll liberalisiertfür Haushalte nicht liberalisiert
Typischer Gesamtpreisca. 37 ct/kWhca. 25-30 ct/kWhca. 27-32 Rp./kWh

Österreich hat die Elektrizitätsabgabe für Haushalte 2026 auf rund 0,1 ct/kWh gesenkt — sie spielt damit auf der Rechnung praktisch keine Rolle mehr. Was bleibt, sind Energiepreis, Netzentgelt und die 20 % Umsatzsteuer.

Schweiz: Als Haushaltskunde können Sie den Anbieter nicht wechseln. Sie beziehen Strom von Ihrem lokalen Elektrizitätswerk zum von der ElCom genehmigten Tarif — und diese Tarife unterscheiden sich zwischen den Gemeinden um bis zum 4,5-Fachen. Ein Schweizer Ergebnis ist nur dann korrekt, wenn Sie die Werte Ihrer eigenen Gemeinde eintragen. Nehmen Sie sie direkt von Ihrer Rechnung oder aus dem Tarifblatt Ihres Werks.

Die EEG-Umlage gibt es seit 2022 nicht mehr

Das muss deutlich gesagt werden, weil es im Netz noch überall falsch steht: Die EEG-Umlage wurde zum 1. Juli 2022 auf null gesetzt und 2023 vollständig abgeschafft. Sie taucht auf keiner aktuellen deutschen Stromrechnung mehr als eigene Position auf. Die Förderung erneuerbarer Energien wird seither aus dem Bundeshaushalt beziehungsweise dem KTF finanziert.

Wenn ein Stromrechner Ihnen noch ein Feld für die EEG-Umlage anbietet oder eine Rechnung mit 6,5 ct/kWh EEG aufschlüsselt, dann rechnet er mit Zahlen von vor 2022. Das ist kein Detail — es sind rund 6,5 ct/kWh plus Mehrwertsteuer, also rund 8 ct/kWh Fehler in jeder Zeile.

Was auf einer deutschen Rechnung 2026 tatsächlich steht:

  • Arbeitspreis (Beschaffung und Vertrieb Ihres Versorgers)
  • Netzentgelt inklusive Messstellenbetrieb und Konzessionsabgabe
  • Stromsteuer: 2,05 ct/kWh
  • Umlagen: KWKG, §19 StromNEV, Offshore-Netzumlage — zusammen im niedrigen einstelligen Cent-Bereich
  • Grundpreis pro Monat
  • 19 % Mehrwertsteuer auf alles davon, Steuern eingeschlossen

Rund 37 ct/kWh ist der typische Haushaltspreis 2026. Alles, was Ihnen deutlich mehr berechnet wird, ist einen Anbietervergleich wert.

Warum kWh × Preis das falsche Ergebnis liefert

Fast jeder Stromkostenrechner im Netz macht Folgendes:

Rechnung = kWh × Preis × (1 + MwSt.)

Diese Formel liefert in weiten Teilen Europas ein falsches Ergebnis. Die Mehrwertsteuer ist keine Konstante: 19 % in Deutschland, 20 % in Österreich, 8,1 % in der Schweiz, 21 % in den Niederlanden, 25 % in Dänemark, 27 % in Ungarn, 10 % auf Haushaltsstrom in Italien, 5 % im Vereinigten Königreich. Die Energiesteuer ist ebenfalls keine Konstante, und sie wird vor der Mehrwertsteuer erhoben — Sie zahlen also Mehrwertsteuer auf die Steuer. Und in mehreren Ländern verändert schon die Reihenfolge der Rechenschritte das Ergebnis:

  • Spanien schlägt die Stromsteuer (5,11 %) auf den Energie- und den Leistungsanteil, addiert dann die Zählermiete und wendet erst danach 21 % IVA an.
  • Frankreich erhebt seit dem 1. August 2025 20 % Mehrwertsteuer sowohl auf den Grundpreis als auch auf den Verbrauch; alte Formeln mit 5,5 % auf den Grundpreis sind überholt.
  • Portugal berechnet nur 6 % Mehrwertsteuer auf die ersten 200 kWh je 30 Tage — aber nur bei einer vereinbarten Leistung von höchstens 6,9 kVA.
  • Ungarn liefert Strom bis zu einem Jahreskontingent zum subventionierten Preis und verdoppelt ihn darüber praktisch.
  • Thailand rechnet in Stufen ab, addiert den Ft-Brennstoffzuschlag je Einheit und legt 7 % Mehrwertsteuer auf das Ganze.

Dieser Rechner bildet jede dieser Strukturen einzeln ab. Genau dafür ist er da.

Die Zahl, die Ihnen niemand zeigt: Ihr echter Preis pro kWh

Ihr Versorger wirbt mit einem Arbeitspreis. Das ist nicht das, was Sie zahlen. Sobald Netzentgelt, Stromsteuer, der auf den Verbrauch umgelegte Grundpreis und die Mehrwertsteuer auf alles davon hinzukommen, liegen die tatsächlichen Kosten einer Kilowattstunde typischerweise 40 bis 100 % über dem beworbenen Satz.

Echter Preis pro kWh = Gesamtrechnung inklusive aller Steuern ÷ verbrauchte kWh

Das ist die einzige Zahl, die zählt, wenn Sie entscheiden, ob die Spülmaschine nachts laufen soll, ob eine Wärmepumpe Ihre Gasheizung schlägt oder ob sich die Einspeisung von PV-Strom noch lohnt. Jeder andere Rechner auf dieser Seite, der nach einem Preis pro kWh fragt, meint diese Zahl — nicht die aus Ihrem Tarifblatt.

Beachten Sie auch, wie sich der Grundpreis verhält: Weil er fix ist, macht er jede Kilowattstunde teurer, je weniger Sie verbrauchen. Ein Single-Haushalt mit 1.200 kWh im Jahr zahlt bei identischem Tarif einen deutlich höheren effektiven Preis als eine vierköpfige Familie mit 4.000 kWh. Genau deshalb ist der Abschlagsvergleich zwischen zwei Haushalten selten aussagekräftig.

Abschlag berechnen: was das Ergebnis Ihnen sagt

  • Summe pro Monat — alle Positionen inklusive aller Steuern. Das ist die Zahl, mit der Sie Ihren Abschlag vergleichen sollten.
  • Aufschlüsselung Position für Position — Energie, Netz, Stromsteuer, Grundpreis, Mehrwertsteuer. Weicht Ihre Rechnung bei einer Position ab, wissen Sie, wo Sie nachfragen müssen.
  • Echter Preis pro kWh — was Sie eine Kilowattstunde tatsächlich kostet.
  • Steueranteil — wie viel Ihrer Rechnung Steuer statt Strom ist. In Deutschland liegt dieser Anteil traditionell hoch, wenn auch seit dem Wegfall der EEG-Umlage niedriger als früher.
  • Jahreskosten — der Monatswert mal zwölf.

Ein zu niedriger Abschlag führt zu einer Nachzahlung, ein zu hoher gibt Ihrem Versorger einen zinslosen Kredit. Beides lässt sich vermeiden, indem Sie den Abschlag einmal im Jahr gegen diese Rechnung prüfen — Sie können ihn jederzeit anpassen lassen.

Nichts von dem, was Sie eingeben, verlässt Ihren Browser: Die gesamte Berechnung läuft lokal auf Ihrem Gerät.

Haeufig gestellte Fragen

Warum ist mein echter Preis pro kWh so viel höher als mein Arbeitspreis?
Weil der Arbeitspreis nur die Energiekomponente ist. Netzentgelte, Stromsteuer, der Grundpreis und die Mehrwertsteuer kommen obendrauf, und auf die Steuern wird in der Regel ebenfalls Mehrwertsteuer erhoben. Der effektive Preis liegt typischerweise 40-100 % über dem beworbenen Arbeitspreis; in Deutschland landen Haushalte 2026 meist bei rund 37 ct/kWh.
Gibt es die EEG-Umlage noch?
Nein. Sie wurde zum 1. Juli 2022 auf null gesetzt und danach abgeschafft. Auf keiner aktuellen deutschen Stromrechnung taucht sie noch auf. Jeder Rechner, der noch ein EEG-Umlage-Feld anbietet, arbeitet mit veralteten Daten und liegt um rund 8 ct/kWh inklusive Mehrwertsteuer daneben.
Wie hoch ist die Stromsteuer 2026?
In Deutschland 2,05 ct/kWh (netto), plus 19 % Mehrwertsteuer darauf. In Österreich wurde die Elektrizitätsabgabe für Haushalte 2026 auf rund 0,1 ct/kWh gesenkt und ist damit praktisch bedeutungslos geworden. Die Schweiz kennt stattdessen den Netzzuschlag von 2,3 Rp./kWh.
Warum kann ich in der Schweiz keinen Anbieter wechseln?
Weil der Strommarkt für Haushalte nicht liberalisiert ist. Sie beziehen Strom vom Elektrizitätswerk Ihrer Gemeinde zu einem von der ElCom genehmigten Tarif. Die Unterschiede zwischen Gemeinden sind erheblich — bis zum 4,5-Fachen —, weshalb Sie für ein korrektes Ergebnis unbedingt die Werte Ihres eigenen Tarifblatts eintragen sollten.
Verwendet der Rechner aktuelle Börsenstrompreise?
Nein — und das ist Absicht. Er verwendet Ihre Zahlen. Seiten mit Live-Preisen brauchen tägliche Datenfeeds und veralten; dieses Tool fragt nach den Werten Ihrer eigenen Rechnung, damit das Ergebnis für Sie stimmt und nicht für einen Durchschnittshaushalt.
Werden meine Daten gespeichert?
Nein. Der Rechner ist reines JavaScript, das in Ihrem Browser läuft. Nichts wird hochgeladen, und außer dem optionalen lokalen Verlauf in Ihrem eigenen Browser, den Sie jederzeit löschen können, wird nichts gespeichert.

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